Verbände befürchten enorme Auswirkungen der EU-BiozidVO

Zur Sicherung der Hygiene von Trinkwasser sowie Schwimm- und Badebeckenwasser werden seit Jahrzehnten in vielfältiger Weise Desinfektionschemikalien und -verfahren (Biozide) verwendet. Durch das Inkrafttreten der Verordnung (EU) Nr. 528/2012 (Biozidverordnung) haben sich für das Trinkwasser- und Badewesen einige gravierende Änderungen für die Bereitstellung auf dem Markt und die Verwendung von Biozidprodukten in der EU ergeben.

Unter anderem wurden die Definition eines Biozidproduktes und der Regelungsrahmen des Biozidrechts erweitert. Hierdurch ergeben sich schwerwiegende Konsequenzen für das seit Jahrzehnten in Deutschland etablierte hohe Niveau im Gesundheitswesen, in der Trinkwasserversorgung und im Infektions- und Seuchenschutz.

Betroffen sind insbesondere Krankenhäuser, Wasserwerke, kommunale Schwimmbäder, Kur- und Heilbäder sowie die staatlich geförderten und für ihre gesundheitsfördernde Wirkung bekannten Meer- und Salzwasserbäder.