Schwimmbeckenwasseraufbereitung

Ungetrübter und gesunder Badespaß mit der richtigen Technik

Jährlich nutzen etwa 150 Mio. Besucher ca. 6.000 öffentliche und gewerbliche Bäder in Deutschland. Damit dem Badespaß in klarem und hygienisch einwandfreiem Schwimmbeckenwasser nichts entgegensteht: dafür sorgt eine aufwendige Technik im Hintergrund. 

Ohne die permanent arbeitende Aufbereitungstechnik wäre das Wasser sehr schnell verschmutzt, denn die Badegäste tragen unbewusst mit Haaren und Hautschuppen, Textilfasern, Kosmetika und Sonnenschutzmitteln, Speichel, Schweiß und Urin Verunreinigungen ins Wasser. Neben diesen Verunreinigungen gelangen auch Krankheiterreger in das Wasser und könnten sich ohne Aufbereitungstechnik auf die anderen Gäste übertragen. Neben dem Eintrag durch die Badegäste wird das Badewasser auch durch die Umwelt verunreinigt. So werden vornehmlich in Freibädern durch den Wind Staub und organisches Material in das Becken eingetragen.


Kontakt

Fachbereich Wasser - Referent
Dipl.-Ing. (FH) Aharon Weiß, M.Sc.

0221-37668-53
E-Mail

Aufbereitungsverfahren für das Schwimm- und Badebeckenwasser

Um das Badewasser sauber und hygienisch zu halten werden mehrere Aufbereitungsschritte kombiniert. Die unterschiedlichen in Deutschland zulässigen Verfahren werden in der DIN 19643 beschrieben, an deren Aktualisierung der figawa-Arbeitskreis Schwimmbeckenwasseraufbereitung aktiv mitarbeitet. 

Ein wichtiger Schritt bei der Reinigung des Wassers ist die Filtration des Wassers in einem Mehrschichtfilter. Um auch kleinere Partikel abfiltern zu können, wird vor der Filtration Flockungsmittel zudosiert. Eine weitere Möglichkeit ist der Einsatz von Membranen zur Filtration. 

Gelöste Wasserinhaltstoffe werden entweder durch Adsorption an die Aktivkohle im Filter entfernt oder mittels Zugabe von Ozongas zerstört. Auch die UV-Bestrahlung wird zur Entfernung von unerwünschten Verbindungen im Badewasser eingesetzt. 

Zum Schluss wird das Wasser noch zur Desinfektion mit Depotwirkung gechlort. Alternativ ist zur Desinfektion mittels Chlor auch das Ozon-Brom-Verfahren gemäß DIN 19643-5 zulässig.

Damit die Aufbereitungstechnik problemlos funktionieren kann, wird in der einschlägigen Normung auch die Beckenhydraulik sowie die Mess- und Regeltechnik beschrieben.

Aktives figawa-Gremium