Wasser erfüllt sehr viele Funktionen im täglichen Leben und ist für unzählige Prozesse unerlässlich. Dafür muss es verlässlich in definierten Qualitäten vorliegen und entsprechend aufbereitet werden.

Bei der Aufbereitung von Wasser kommen eine Fülle von Verfahren und Stoffe zum Einsatz, die insbesondere im Trinkwasserbereich stark reguliert sind. Deshalb ist unerlässlich sowohl in der Normung, als auch bei den gesetzlichen Vorgaben in Deutschland und Europa immer auf dem neuesten Stand zu bleiben.

Insbesondere im Bereich der Wasseraufbereitung bietet die figawa in mehreren sehr aktiven Arbeitskreisen die Möglichkeit, sich aktiv einzubringen und diese Rahmenbedingen nicht nur zu verstehen, sondern sie auch mit zu gestalten.

News

EU-Biozidverordnung

Herausforderung: Biozidrechtliche Zulassung von In-Situ-Systemen

Die EU ­Biozid­VO (Nr. 528/2012) erfasst auch In­-Situ-­Systeme in der Trink-­ und Badewasserhygiene. Im Dialog mit Politik und Behörden entwickelt die figawa Regelungen für den Weiterbetrieb
der Bestandsanlagen und die notwendigen Produktzulassungsverfahren.

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Wasseraufbereitungsverfahren und ihre Anwendungsbereiche


Chlorat - Neuer Höchstwert und ein altes Problem

Im Rahmen der 19. Änderung der § 11 Liste wurde 2017 ein Höchstwert für Chlorat von 70 µg/l für die dauerhafte Desinfektion von Trinkwasser mittels Calciumhypochlorit, Natriumhypochlorit und Chlordioxid eingeführt. Dies ist als nationaler Vorgriff für eine anstehende europäische Regelungen zur Begrenzung von Chlorat zu bewerten. 

Die entsprechende ISO EN DIN 10304-4 von 1999 zur Bestimmung des Chloratgehaltes macht allerdings keine klaren Angaben zur Probennahme und zur Probenkonservierung. Eine Verfälschung des ohnehin sehr niedrig angesetzten zulässigen Höchstwerts an Chlorat steht daher zu befürchten. Eine Ergänzung der Norm um Angaben zur Probennahme und zur Konservierung ist deshalb unabdingbar.

Die figawa arbeitet gemeinsam mit dem IWW Zentrum Wasser daran, auf wissenschaftlicher Basis eine taugliche Vorgehensweise zu validieren und die Erkenntnisse als Vorschlag in die entsprechenden Gremien auf nationaler und europäischer Ebene einzubringen. Anschließend werden sich voraussichtlich basierend auf diesen Erkenntnissen Ringversuche anschließen.

Da es sich bei Chlorat um ein wesentliches Nebenprodukt von Chlorverbindungen gemäß der Verordnung (EU) Nr. 528/2012, der sogenannten Biozid-Verordnung, handelt, ist ein verlässliches Nachweisverfahren unabdingbar.

Weitere Informationen im figawa-AK Chlor und Chlorverbindungen

Die Entwicklung von UV - LEDs schreitet zügig voran

Point-of-use Desinfektionsanlagen mit UV LED‘s sind mittlerweile Stand der Technik. Erste UV-Desinfektionsanlagen mit LED‘s für die Einzelwasserversorgung erreichen die Marktreife. Wenn sich die Entwicklung mit derselben Geschwindigkeit fortsetzt, werden Anlagen mit Durchflüssen im Bereich einiger 10 m³ in den nächsten Jahren erhältlich sein.

Größere Anlagen mit einigen 100 m³ Durchfluss existieren bereits als Versuchsmuster, finden aber wegen der aktuell noch hohen Produktionskosten keine Anwendung. Die Produktionskosten und damit die Preise fallen aber seit Jahren kontinuierlich.

Wie bei allen innovativen Produkten sind LED für die Desinfektionsanwendung national und europäisch noch nicht genormt. Um dies zu ändern sind einschlägige Hersteller von UV-LEDs bereits in die figawa eingetreten. Der figawa-Arbeitskreis UV-Wasserbehandlung wird in einem ersten Schritt die Normung für Point-of-use Anwendungen vorantreiben. Dafür laufen bereits intensive Diskussionen innerhalb des Kreises und der zuständigen Normungsgremien.

Weitere Informationen im figawa-AK UV-Wasserbehandlung.

Technische Mitteilungen