In einer Welt, die auch aufgrund des Klimawandels zunehmen von Wasserknappheit geprägt ist, gewinnt das effiziente Wassermanagement immer mehr an Bedeutung. Als Experten im Bereich der Wasserwirtschaft stehen wir in der Pflicht, innovative Lösungen für die Zukunft zu entwickeln, die sowohl ökonomisch als auch ökologisch nachhaltig sind und die hygienische Sicherheit zu keinem Zeitpunkt vernachlässigen. Bereits heute existieren Lösungen, die den Bedarf an Wasserquantität und -qualität in der Industrie oder im Gebäude in besseren Einklang bringen können.
Die Wiederverwendung von Wasser bietet enormes Potenzial zur Reduzierung des Trinkwassergebrauchs. Druch den Einsatz fortschrittlicher Aufbereitungstechnologien können wir Porzess- oder Brauchwasser mehrfach nutzen, Prozess- und Brauchwasserkreisläufe sogar schließen und so den Gesamtwasserbedarf erheblich senken. Dies führt nicht nur zu Kosteneinsparungen, sondern auch zu einer deutlichen Entlastung der lokalen Wasserressourcen.
Eine Vielzahl an Optionen steht hierfür zur Verfügung, die je nach Anwendungsbereich und lokalen Gegebenheiten genutzt werden können. Regenwasser, das von den Dachflächen oder anderen geeigneten Oberflächen gesammelt wird, bietet ein breites Spektrum an Nutzungsmöglichkeiten. Grauwasser, ein Teilstrom des häuslichen Abwassers ohne Teilströme aus Toiletten und Urinalen, teilweise unterschieden in stark und schwach belastet, als Ressource für Wasser- und Energiewiederverwendung, etwas aus Waschbecken, Duschen oder Waschmaschinen kann, nach entsprechender Aufbereitung, ebenfalls wiederverwendet werden. Oberflächenwasser aus Flüssen, Seen oder künstlichen Teichen stellt eine weitere Option darf, sofern es die erforderliche Qualität für die jeweilige Anwendung aufweist.
Wir setzen uns für eine sichere und nachhaltige Technologie rund um das Thema Wasserwiederverwendung für unsere gemeinsame Zukunft ein.
Aktuelle Projekte
Projektlaufzeit: 19. November 2025 – Juni 2029 (43 Monate)
Gesamtbudget: 6.650.266 €
EFRE-Förderung: 3.990.159,30 €
Projektübersicht
Der Klimawandel setzt die Verfügbarkeit bestehender Trinkwasserressourcen zunehmend unter Druck. Die Erschließung neuer, nachhaltiger Wasserquellen für Haushalte und Industrie ist daher entscheidend, um die Wasserversorgung langfristig klimaresilient zu gestalten. Genau hier setzt das Projekt NEW WATER an.
Partnerorganisationen aus Belgien, den Niederlanden, Frankreich und Deutschland bündeln ihre Kompetenzen, um drei alternative Wasserquellen für die Trinkwassergewinnung zu erschließen:
- Abwasser
- Regenwasser
- Belastetes Oberflächenwasser
Sieben NEW WATER-Pilotstandorte
Das NEW WATER-Konsortium wird sowohl zentrale als auch dezentrale Pilotanlagen errichten und betreiben. Die Pilotprojekte liefern wertvolle Erkenntnisse zu technologischen, regulatorischen und kommunikativen Fragestellungen (gesellschaftliche Akzeptanz) sowie zu finanziellen und organisatorischen Voraussetzungen für tragfähige Geschäftsmodelle.
- Zentrale großtechnische Trinkwasseraufbereitung
- Belgien – De Watergroep & Raffinerie Tirlemontoise (RT)
Quelle: Abwasser aus der Zuckerrübenverarbeitung - Niederlande – Dunea
Quelle: Belastetes Oberflächenwasser - Frankreich – Loudéac Communauté Bretagne Centre
Quelle: Abwasser aus der Lebensmittelindustrie
- Belgien – De Watergroep & Raffinerie Tirlemontoise (RT)
- Dezentrale Trinkwasseraufbereitung
- Niederlande – NX Filtration
Quelle: Kommunales Abwasser - Niederlande – Saxion & Intewa
Quelle: Regenwasser - Deutschland – Hochschule Trier
Quelle: Grauwasser aus Studierendenwohnheimen - Belgien – Verenigde Kompostbedrijven (VERKO)
Quelle: Gärreste aus eine Kompositionsanlage
- Niederlande – NX Filtration
Projektergebnisse: Alternative Wasserquellen für die Trinkwasserversorgung erschließen
Das Projekt NEW WATER wird den Übergang zu alternativen Wasserquellen für die Trinkwasserversorgung unterstützen und beschleunigen. Dazu werden praxisnahe Lösungen und Instrumente für die Umsetzung entwickelt.
Ein umfassendes Implementierungshandbuch wird Wasserversorger und Entscheidungsträger in Nordwesteuropa dabei unterstützen, Herausforderungen in den Bereichen Gesetzgebung, Technologie, Wirtschaftlichkeit, Sicherheit, CO₂-Bilanz und gesellschaftliche Akzeptanz erfolgreich zu bewältigen.
Zur Förderung des öffentlichen Vertrauens werden gezielte Kommunikationsmaßnahmen und Informationsmaterialien entwickelt, die die Akzeptanz neuer Wasserquellen in der Bevölkerung stärken.
Darüber hinaus werden spezielle Schulungsprogramme für folgende Zielgruppen angeboten:
- Trinkwasserversorger
- Unternehmen mit hohen Abwasseraufkommen und/oder großem Trinkwasserbedarf
- politische Entscheidungsträger und Behörden (Trinkwasser-, Gesundheits-, kommunale und regionale Behörden)
Ein ergänzendes Matchmaking- und Coachingprogramm vernetzt Wasserversorger, Industrieunternehmen und andere Wasserakteure mit Technologieanbietern und unterstützt die praktische Umsetzung sowie die Skalierung erfolgreicher Lösungen.
Bis zum Ende des Projekts sollen die drei alternativen Wasserquellen – Abwasser, Regenwasser und belastetes Oberflächenwasser – erfolgreich von Pilotpartnern in Frankreich, den Niederlanden, Deutschland und Belgien für die Trinkwassergewinnung genutzt werden.
Durch die Anwendung des Implementierungshandbuchs und der begleitenden Maßnahmen wird die Verfügbarkeit von Trinkwasser in Nordwesteuropa langfristig erhöht. Dadurch steigt die Widerstandsfähigkeit gegenüber den Folgen des Klimawandels und eine nachhaltige, zuverlässige Wasserversorgung für Bürgerinnen und Bürger sowie die Industrie kann auch in Zeiten extremer Trockenheit sichergestellt werden.
Projektpartner
Lead Partner
- Provincie Vlaams-Brabant (BE)
Projektpartner
- Provinciale Ontwikkelingsmaatschappij Vlaams-Brabant (BE)
- De Watergroep (BE)
- Raffinerie Tirlemontoise (RT) (BE)
- Dunea (NL)
- Loudéac Communauté Bretagne Centre (FR)
- Verenigde Kompostbedrijven (BE)
- NX Filtration BV (NL)
- Stichting Saxion (NL)
- Hochschule Trier (DE)
- KU Leuven (BE)
- DVGW-Technologiezentrum Wasser (DE)
- Ontwikkelingsmaatschappij Oost-Nederland NV (NL)
- Water Alliance (NL)
- figawa e.V. (DE)
- Vlaams Instituut voor Technologisch Onderzoek (VITO) (BE)
Weitere Informationen sind auf der Projekt-Website zu finden: Home | NEW WATER
Kontakt
Sarah Doumen
Projektmanagerin
Tel.: +32 478 20 40 33
E-Mail: sarah.doumen@pomvlaamsbrabant.be
Michael Reinders
Referent figawa e.V.
Tel: +49 221 270799-03
E-Mail: reinders@figawa.de