NEW WATER erschließt neue Wasserquellen für eine klimaresiliente Trinkwasserversorgung in Nordwesteuropa

Projektlaufzeit: 19. November 2025 – Juni 2029 (43 Monate)
Gesamtbudget: 6.650.266 €
EFRE-Förderung: 3.990.159,30 €

 

Projektübersicht

Der Klimawandel setzt die Verfügbarkeit bestehender Trinkwasserressourcen zunehmend unter Druck. Die Erschließung neuer, nachhaltiger Wasserquellen für Haushalte und Industrie ist daher entscheidend, um die Wasserversorgung langfristig klimaresilient zu gestalten. Genau hier setzt das Projekt NEW WATER an.

Partnerorganisationen aus Belgien, den Niederlanden, Frankreich und Deutschland bündeln ihre Kompetenzen, um drei alternative Wasserquellen für die Trinkwassergewinnung zu erschließen:

  • Abwasser
  • Regenwasser
  • Belastetes Oberflächenwasser

Sieben NEW WATER-Pilotstandorte

Das NEW WATER-Konsortium wird sowohl zentrale als auch dezentrale Pilotanlagen errichten und betreiben. Die Pilotprojekte liefern wertvolle Erkenntnisse zu technologischen, regulatorischen und kommunikativen Fragestellungen (gesellschaftliche Akzeptanz) sowie zu finanziellen und organisatorischen Voraussetzungen für tragfähige Geschäftsmodelle.

  • Zentrale großtechnische Trinkwasseraufbereitung
    • Belgien – De Watergroep & Raffinerie Tirlemontoise (RT)
      Quelle: Abwasser aus der Zuckerrübenverarbeitung
    • Niederlande – Dunea
      Quelle: Belastetes Oberflächenwasser
    • Frankreich – Loudéac Communauté Bretagne Centre
      Quelle: Abwasser aus der Lebensmittelindustrie
  • Dezentrale Trinkwasseraufbereitung
    • Niederlande – NX Filtration
      Quelle: Kommunales Abwasser
    • Niederlande – Saxion & Intewa
      Quelle: Regenwasser
    • Deutschland – Hochschule Trier
      Quelle: Grauwasser aus Studierendenwohnheimen
    • Belgien – Verenigde Kompostbedrijven (VERKO)
      Quelle: Gärreste aus eine Kompositionsanlage

 

Projektergebnisse: Alternative Wasserquellen für die Trinkwasserversorgung erschließen

Das Projekt NEW WATER wird den Übergang zu alternativen Wasserquellen für die Trinkwasserversorgung unterstützen und beschleunigen. Dazu werden praxisnahe Lösungen und Instrumente für die Umsetzung entwickelt.

Ein umfassendes Implementierungshandbuch wird Wasserversorger und Entscheidungsträger in Nordwesteuropa dabei unterstützen, Herausforderungen in den Bereichen Gesetzgebung, Technologie, Wirtschaftlichkeit, Sicherheit, CO₂-Bilanz und gesellschaftliche Akzeptanz erfolgreich zu bewältigen.

Zur Förderung des öffentlichen Vertrauens werden gezielte Kommunikationsmaßnahmen und Informationsmaterialien entwickelt, die die Akzeptanz neuer Wasserquellen in der Bevölkerung stärken.

Darüber hinaus werden spezielle Schulungsprogramme für folgende Zielgruppen angeboten:

  • Trinkwasserversorger
  • Unternehmen mit hohen Abwasseraufkommen und/oder großem Trinkwasserbedarf
  • politische Entscheidungsträger und Behörden (Trinkwasser-, Gesundheits-, kommunale und regionale Behörden)

Ein ergänzendes Matchmaking- und Coachingprogramm vernetzt Wasserversorger, Industrieunternehmen und andere Wasserakteure mit Technologieanbietern und unterstützt die praktische Umsetzung sowie die Skalierung erfolgreicher Lösungen.

Bis zum Ende des Projekts sollen die drei alternativen Wasserquellen – Abwasser, Regenwasser und belastetes Oberflächenwasser – erfolgreich von Pilotpartnern in Frankreich, den Niederlanden, Deutschland und Belgien für die Trinkwassergewinnung genutzt werden.

Durch die Anwendung des Implementierungshandbuchs und der begleitenden Maßnahmen wird die Verfügbarkeit von Trinkwasser in Nordwesteuropa langfristig erhöht. Dadurch steigt die Widerstandsfähigkeit gegenüber den Folgen des Klimawandels und eine nachhaltige, zuverlässige Wasserversorgung für Bürgerinnen und Bürger sowie die Industrie kann auch in Zeiten extremer Trockenheit sichergestellt werden.

 

Projektpartner

Lead Partner

  • Provincie Vlaams-Brabant (BE)

Projektpartner

  • Provinciale Ontwikkelingsmaatschappij Vlaams-Brabant (BE)
  • De Watergroep (BE)
  • Raffinerie Tirlemontoise (RT) (BE)
  • Dunea (NL)
  • Loudéac Communauté Bretagne Centre (FR)
  • Verenigde Kompostbedrijven (BE)
  • NX Filtration BV (NL)
  • Stichting Saxion (NL)
  • Hochschule Trier (DE)
  • KU Leuven (BE)
  • DVGW-Technologiezentrum Wasser (DE)
  • Ontwikkelingsmaatschappij Oost-Nederland NV (NL)
  • Water Alliance (NL)
  • figawa e.V. (DE)
  • Vlaams Instituut voor Technologisch Onderzoek (VITO) (BE)

Kontakt

Sarah Doumen
Projektmanagerin
Tel.: +32 478 20 40 33
E-Mail: sarah.doumen@pomvlaamsbrabant.be

 

Michael Reinders
Referent figawa e.V.
Tel: +49 221 270799-03
E-Mail: reinders@figawa.de