Marktraumumstellung: Von L- zu H-Gas

Mitglieder der figawa arbeiten derzeit intensiv am großen Infrastrukturprojekt der deutschen Gasversorgung -der Umstellung des Marktraumes von L- auf H-Erdgas mit.

Bislang erfolgt die Versorgung mit L-Gas aus niederländischer (hauptsächlich Groningen) und deutscher Produktion (Gebiete Elbe-Weser und Weser-Ems). In beiden Gebieten gehen die Produktion und damit der Import des niederländischen Gases nach Deutschland zurück. Für den Import aus den Niederlanden bedeutet dies einen Rückgang ab 2020 um jeweils 10% bezogen auf den Import in 2019. Betroffen sind Verbraucher in Nord- und Westdeutschland, die derzeit noch mit dem niedrig kalorigem Erdgas L versorgt werden. Dies entspricht einem Anteil von rund 25 % des deutschen Gasmarktes.


Kontakt

Umstellung auf H-Gas

Die Umstellung auf Erdgas H startete bereits im Mai 2015 und betrifft insgesamt rund 5 - 6 Millionen Gasverbrauchseinrichtungen. Diese werden bis 2030 schrittweise an das hoch kalorige Erdgas H angepasst.

Infolge des höheren Energiegehalts von Erdgas H ist die Anpassung von Geräten im häuslichen, gewerblichen und industriellen Gebrauch notwendig. Ca. fünf bis sechs Millionen Gasgeräte mit jährlichen Umstellraten von bis zu 500.000 Gasgeräten sind betroffen.

Die nach DVGW G 676-B1 "Zertifizierung von Umbau-, Anpassungs-, Kontrollfirmen und Projektmanagement (Engineeringfirmen)" zertifizierten figawa-Mitglieder wirken über den figawa-Arbeitskreis Umbau-Thermoprozess-Wartung an der weiteren Standardisierung aller Prozessabläufe im Rahmen der Marktaumumstellung mit und führen die notwendigen Anpassungen der Gasgeräte durch.